Sind Hämorrhoiden ansteckend?

Die Themen Hämorrhoiden und Hämorrhoidalleiden sind in der hiesigen Gesellschaft tabuisiert und werden von der allgemeinen gesundheitlichen Diskussion in dem Maße ausgeschlossen, als dass sich viele Mythen und ungeklärte Fragen um sie ranken.

Was sind Hämorrhoiden?

Der größte Irrglaube in diesem Bereich ist, dass Hämorrhoiden eine Krankheit wären. Jedoch bezeichnet der Begriff „Hämorrhoiden“ lediglich die Gefäßpolster, welche sich in Ringform am Ausgang des Enddarms befinden und zum Verschluss des Afters dienen. Es handelt sich, wenn man im korrekten Zusammenhang von Hämorrhoiden sprechen möchte, lediglich um Teile des Körpers.

Jeder Mensch hat sie und sie sind nicht ansteckend. Der Volksmund spricht, wenn er „Hämorrhoiden“ sagt, jedoch vielmehr von Hämorrhoidalleiden. Hauptsächlich von Vergrößerung und Ausstülpung der Hämorrhoiden.

Hämorrhoidalleiden sind auch nicht ansteckend!

Hämorrhoidalleiden treten meist in Form von Blutungen im Bereich des Afters, anales Nässen, Stuhlschmieren und Juckreiz im Bereich des Afters auf. Diese Leiden treten selten vor dem 35. Lebensjahr eines Menschen auf. Es sind Alterserscheinungen, die durch falsche Ernährung, zu wenig körperliche Betätigung und lange sitzende Tätigkeiten auftreten.

Neben den benannten Symptomen und meist als Ausgangspunkt der Leiden ist die Alterung der Hämorrhoiden zu betrachten. Durch die Alterung des Gewebes kommt es zum Absacken des Gefäßkranzes. Dieser senkt sich ab bis er zum After gelangt. In einigen Fällen stülpen sich die Hämorrhoiden nach außen und sorgen so für ein dauerhaftes Austreten von Sekreten aus dem After.

So unangenehm dieses Thema eventuell sein mag und auch wenn diverse Körperflüssigkeiten und andere Symptome, die gern tabuisiert werden, das Erscheinungsbild der Hämorrhoidalleiden prägen: Es handelt sich nicht um eine Krankheit im Sinne einer Infektion, sondern um ein Altersleiden. Dem entsprechend sind sie auch nicht ansteckend.

Was kann man gegen Hämorrhoidalleiden tun?

Alle Maßnahmen, die man gegen die Hämorrhoidalleiden trifft, sollten mit dem Arzt abgesprochen werden. Auch wenn man das Thema aufgrund der unangenehmen Symptome gern totschweigen möchte, sollte man nicht gänzlich im Alleingang versuchen, sich zu helfen. Die Schulmedizin kennt viele Mittel und Wege, die Beschwerden zu lindern.

Die verschiedenen Salben und Cremes, die einem verschrieben werden können, sorgen damit für die Beendigung des Juckreizes oder eventuell auftretenden Schmerzen. Ein Fortschreiten des Alterungsprozesses und so des Absenkens des Gewebes kann dadurch nicht erfolgen. Jedoch kann eine Basisbehandlung, die hauptsächlich auf Ernährungsumstellung, Sport und erhöhter Hygiene beruht, gegebenenfalls für eine Verlangsamung des Voranschreitens der Leiden sorgen. Dies ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

Eine komplette Heilung von den beschriebenen Leiden lässt sich lediglich durch einen operativen Eingriff erzielen. Ambulante Behandlungen sind im frühen Stadium der Hämorrhoidalleiden möglich. Im fortgeschrittenen Stadium der Leiden ist ein ambulanter Eingriff aber nicht mehr möglich und ein längerer Krankenhausaufenthalt unumgänglich.

Fazit

Trotz der unangenehmen Umstände, die Hämorrhoidalleiden mit sich bringen, sind sie kein Anzeichen einer infektiösen Krankheit, sondern ein Altersleiden, das nicht ansteckend ist. Sie sollten aber frühzeitig behandelt werden, um zu große Komplikationen zu vermeiden.

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